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Sonntag, 05 September 2010  
ADS-Syndrom Drucken E-Mail

Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS, ADHS) ist eine bereits im Kindesalter beginnende Störung, die sich primär durch leichte Ablenkbarkeit und geringes Durchhaltevermögen, ein leicht aufbrausendes Wesen mit der Neigung zum Handeln ohne nachzudenken und möglicher Hyperaktivität auszeichnet.

Etwa 3-10% aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADS. Jungen sind dreimal häufiger betroffen als Mädchen. Der Schweregrad der Störung ist individuell sehr unterschiedlich. Bei bis zu 70% der betroffenen Kinder können die Symptome mit unterschiedlicher Ausprägung bis in das Erwachsenenalter hinein fortbestehen.

Unbehandelte Betroffene und ihre Angehörigen stehen meist unter erheblichem Leidensdruck. Versagen in Schule oder Beruf und die Entwicklung von weiteren psychischen Störungen sind häufig.

Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ist nach derzeitigem Stand (2005) ein hauptsächlich neuro-biologisch bedingtes Störungsbild. Für den Verlauf und die individuelle Ausprägung spielen auch Psychosoziale Faktoren eine wichtige Rolle.

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad, den jeweiligen Symptomen sowie dem Alter des Betroffenen. Wegen der Komplexität der Störung wird angestrebt, verschieden Therapieformen zu einer auf den Patienten zugeschnittenen Therapie zu kombinieren.

Es existieren verschiedene alternative Bezeichnungen und Abkürzungen welche sich jedoch im Grunde auf dasselbe Störungsbild beziehen. Verbreitet sind: Aufmerksamkeits/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Hyperkinetische Störung (HKS), Minimale Cerebrale Dysfunktion (MCD), in der Schweiz: Psychoorganisches Syndrom (POS). Statt des Begriffes "Störung" wird von manchen Autoren auch "Syndrom" verwendet.

Quelle: Wikipedia.de

 
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